Diagramme & Steuerung
Entwicklungen, Kategorien und Aufwand-Ertrag-Vergleiche bis zur Produktion untersuchen
Unter den Kennzahlen führt das BI-Dashboard von der zeitlichen Entwicklung über Kategorien bis zur einzelnen Produktion. Diagramme dienen zur Orientierung und zum Erkennen von Auffälligkeiten; für eine fachliche Bewertung sollten immer Zeitraum, Datenqualität und Projektkontext berücksichtigt werden.
Monatlicher Verlauf
Das Diagramm Monatliche Entwicklung verwendet ausschließlich terminbezogene BI-Einträge, weil nur diese ein konkretes Datum besitzen. Es zeigt:
- Besucher*innen je Monat als Balken,
- Besucher*innen des entsprechenden Vorjahresmonats als gestrichelte Linie,
- Erlös je Monat auf einer zweiten Skala.
Nur als Projekt-Gesamtsumme erfasste Werte erscheinen nicht in diesem Monatsverlauf, können aber in den KPI-Gesamtsummen enthalten sein. Dadurch kann die Summe der Monatsbalken von der Besucher- oder Erlöskachel abweichen.
Bei sehr langen Zeiträumen begrenzt Artwork die Darstellung auf höchstens 36 Monate, damit das Diagramm lesbar bleibt.
Auswertung nach Kategorie
Erlös nach Kategorie und Besucher*innen nach Kategorie gruppieren Produktionen nach ihrer Hauptkategorie beziehungsweise Sparte. Ist keine Hauptkategorie gesetzt, verwendet Artwork die erste zugeordnete Kategorie; ohne Kategorie erscheint ein neutraler Eintrag.
Klicke auf einen Bereich oder Balken, um die Produktionstabelle auf diese Kategorie zu filtern. Die aktive Kategorie wird über der Tabelle angezeigt und kann dort wieder entfernt werden. Der Diagrammfilter verändert keine Projekte und bleibt eine temporäre Ansicht.
Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis
Das Punktdiagramm stellt jede auswertbare Produktion gegenüber:
- horizontal: Aufwandsscore,
- vertikal: Erlös, sobald Erlösdaten vorhanden sind, sonst Besucher*innen.
Die farbigen Quadranten vergleichen jede Produktion mit dem Median aller Produktionen im aktuellen Zeitraum:
| Farbe | Einordnung |
|---|---|
| Rot | hoher Aufwand, niedriges Ergebnis |
| Grün | niedriger Aufwand, hohes Ergebnis |
| Indigo | hoher Aufwand, hohes Ergebnis |
| Grau | niedriger Aufwand, niedriges Ergebnis |
Klicke auf einen Punkt, um das Projekt zu öffnen. Das Diagramm wird erst angezeigt, wenn genügend Produktionen mit verwertbaren Aufwands- oder Ergebniswerten vorliegen.
Vergleich, keine automatische Bewertung
„Hoch“ und „niedrig“ beziehen sich nur auf den Median der aktuell verglichenen Produktionen. Künstlerische Qualität, strategische Bedeutung, Förderauftrag oder besondere Produktionsbedingungen fließen nicht automatisch ein.
Wie entsteht der Aufwandsscore?
Der Score ist ein gewichteter Näherungswert aus bereits in Artwork vorhandenen Arbeitsmerkmalen:
2 × Verträge + 1 × Buchungen + 1,5 × offene Aufgaben + 0,5 × Projektdokumente + 0,1 × repräsentative Aufwandsstunden
Die im Projekt erfassten Aufwandsklassen werden dafür mit repräsentativen Stundenwerten angesetzt. Der Score ist kein Arbeitszeitkonto und keine Kostenrechnung. Er schafft eine einheitliche Vergleichsgröße für die interne Steuerung.
Produktionstabelle lesen
Die Tabelle zeigt je Produktion:
- Kategorie,
- Besucher*innen und gegebenenfalls Schätzkennzeichnung,
- Erlös und Auslastung,
- Anzahl der Vorstellungen,
- Verträge je Vorstellung,
- Buchungen je Vorstellung,
- Aufgaben plus Dokumente je Produktion,
- Aufwandsscore.
Klicke auf eine Spaltenüberschrift, um auf- oder absteigend zu sortieren. Bei Kennzahlen je Vorstellung erscheint ein Strich, wenn keine Vorstellung als Bezugsgröße vorliegt. Der Projektname führt direkt in die Produktion.
Die Auslastungsleiste dient als schnelle visuelle Orientierung: niedrige, mittlere und hohe Werte werden unterschiedlich eingefärbt. Entscheidend bleibt der daneben ausgewiesene Prozentwert und die Qualität der zugrunde liegenden Ticket- und Kapazitätsdaten.
Sinnvolle Interpretation
- Zuerst Datenlücken und Schätzungen klären.
- Dann Zeitraum und Vorjahresvergleich prüfen.
- Auffällige Kategorie im Diagramm auswählen.
- Tabelle nach Erlös, Auslastung oder Aufwand sortieren.
- Betroffene Projekte öffnen und Quelldaten sowie Rahmenbedingungen prüfen.
- Erst danach Schlussfolgerungen oder Berichte ableiten.